{"id":7148,"date":"2023-07-13T15:44:07","date_gmt":"2023-07-13T12:44:07","guid":{"rendered":"https:\/\/word.cbm.ua\/?p=7148"},"modified":"2024-07-17T15:07:34","modified_gmt":"2024-07-17T12:07:34","slug":"%d0%b0%d1%83%d0%b4%d0%b8%d0%be-%d0%ba%d0%bd%d0%b8%d0%b3%d0%b0-%d0%bd%d0%b0-%d0%bd%d0%b5%d0%bc%d0%b5%d1%86%d0%ba%d0%be%d0%bc-%d1%8f%d0%b7%d1%8b%d0%ba%d0%b5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/word.cbm.ua\/?p=7148","title":{"rendered":"\u0410\u0443\u0434\u0438\u043e \u041a\u043d\u0438\u0433\u0430 \u043d\u0430 \u041d\u0435\u043c\u0435\u0446\u043a\u043e\u043c \u042f\u0437\u044b\u043a\u0435. -&#171;Idealpaar&#187; &#8212; !!! _ \u0423\u0447\u0438\u0442\u044c \u0441\u043b\u043e\u0432\u0430. 2024."},"content":{"rendered":"\n<p>gemeinsam<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><mark style=\"background-color:var(--custom-3)\" class=\"has-inline-color\"><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1Fo0Qg2loJcwDX6rRPmymuJPjUDPSy-fQ\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1Fo0Qg2loJcwDX6rRPmymuJPjUDPSy-fQ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u0422\u0443\u0442 \u0432\u044b\u0434\u0435\u043b\u0435\u043d\u044b \u0432\u0441\u0435 \u0441\u043b\u043e\u0432\u0430 \u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u044b\u0435 \u043d\u0443\u0436\u043d\u043e \u0443\u0447\u0438\u0442\u044c.<\/a> <\/mark>(https:\/\/docs.google.com\/<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"28\" height=\"30\" class=\"wp-image-9659\" style=\"color: var(--nv-text-color); font-family: var(--bodyfontfamily); font-size: var(--bodyfontsize); font-weight: var(--bodyfontweight); letter-spacing: var(--bodyletterspacing); text-transform: var(--bodytexttransform);\" src=\"https:\/\/word.cbm.ua\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/image-12.png\" alt=\"\"> )<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Weil<\/strong>, <strong>Obwohl<\/strong>, &#8212; (Nebensatz) <strong>Deshalb<\/strong>, <strong>Trotzdem<\/strong> &#8212; (erster Platz)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Buch &#171;Das Idealpaar&#187;<\/h2>\n\n\n\n<p>So viel <strong>gemeinsam<\/strong> (\u043e\u0431\u0449\u0435\u0433\u043e)! <strong>Einfach<\/strong> (\u043f\u0440\u043e\u0441\u0442\u043e) perfekt.<br>, <strong>fast<\/strong> (\u043f\u043e\u0447\u0442\u0438) identisch.<br>Nat\u00fcrlich gibt es auch <strong>Unterschiede<\/strong> (\u0440\u0430\u0437\u043b\u0438\u0447\u0438\u044f).<br>Aber das <strong>macht<\/strong> (\u0438\u043b\u0438 Macht ?) ja nichts. \u041d\u043e \u044d\u0442\u043e \u043d\u0435 \u0438\u043c\u0435\u0435\u0442 <strong>\u0437\u043d\u0430\u0447\u0435\u043d\u0438\u044f<\/strong> (<strong>\u0432\u043b\u0430\u0441\u0442\u0438<\/strong>).<br>das <strong>stimmt<\/strong> schon (\u044d\u0442\u043e <strong>\u043f\u0440\u0430\u0432\u0434\u0430 (\u043f\u0440\u0430\u0432\u0438\u043b\u044c\u043d\u043e)<\/strong>)<br>und hat immer <strong>lustige<\/strong> (\u0441\u043c\u0435\u0448\u043d\u043e\u0439) Anekdoten aus der Schule.<\/p>\n\n\n<p>Manche <strong><span style=\"color: #800000;\">Unterschiede<\/span><\/strong> sind <strong><span style=\"color: #339966;\">sogar<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">komplement\u00e4r<\/span><\/strong>. &#8212; \u041d\u0435\u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u044b\u0435 <strong><span style=\"color: #800000;\">\u0440\u0430\u0437\u043b\u0438\u0447\u0438\u044f<\/span> <\/strong> <span style=\"color: #339966;\"><strong>\u0434\u0430\u0436\u0435<\/strong><\/span> <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>\u0434\u043e\u043f\u043e\u043b\u043d\u044f\u044e\u0442 \u0434\u0440\u0443\u0433 \u0434\u0440\u0443\u0433\u0430<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p><strong>sp\u00fclt<\/strong> gerne ab. &#8212; \u043b\u044e\u0431\u0438\u0442 <strong>\u043c\u044b\u0442\u044c \u043f\u043e\u0441\u0443\u0434\u0443<\/strong>.<br \/>Aber sie <span style=\"color: #ff6600;\"><strong>hasst<\/strong> <\/span><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>B\u00fcgeln<\/strong><\/span>, und ihm macht <span style=\"color: #99cc00;\"><strong>B\u00fcgeln<\/strong> <\/span>richtig <span style=\"color: #993300;\"><strong>Spa\u00df<\/strong><\/span>. &#8212; \u041d\u043e \u043e\u043d\u0430 <strong><span style=\"color: #ff6600;\">\u043d\u0435\u043d\u0430\u0432\u0438\u0434\u0438\u0442<\/span> <span style=\"color: #99cc00;\">\u0433\u043b\u0430\u0434\u0438\u0442\u044c<\/span><\/strong>, \u0430 \u043e\u043d \u0434\u0435\u0439\u0441\u0442\u0432\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u043e <strong><span style=\"color: #993300;\">\u043b\u044e\u0431\u0438\u0442<\/span> <span style=\"color: #99cc00;\">\u0433\u043b\u0430\u0434\u0438\u0442\u044c<\/span><\/strong>.<\/p>\n<p>\u00a0Ganz einfach!\u00a0 &#8212; \u0414\u043e\u0432\u043e\u043b\u044c\u043d\u043e \u043f\u0440\u043e\u0441\u0442\u043e!<br \/><strong>Also wirklich<\/strong>: wie Yin und Yang, die <strong>beiden<\/strong>!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n<p>Das Idealpaar.<br \/>Also, Meike und Torsten, die zwei.<br \/>einfach ideal!<br \/>Ja, das gibt es noch.<br \/>Wie sch\u00f6n!<br \/>Ihre Hobbys, ihre Interessen, fast identisch.<br \/>Beide reisen gern, beide sind Naturfreunde, und beide gehen gerne aus: ins Kino, ins Konzert, ins Restaurant.<br \/>Er liebt italienisches Essen, sie auch.<br \/>Beide interessieren sich f\u00fcr moderne Kunst.<br \/>Sie mag Picasso.<br \/>Er auch.<br \/>So viel gemeinsam!<br \/>Einfach perfekt!<br \/>Nat\u00fcrlich gibt es auch Unterschiede.<br \/>Aber das macht ja nichts.<br \/>Das ist absolut normal.<br \/>Sie liebt Woody Allen.<br \/>Er findet ihn ein bisschen neurotisch.<br \/>Na und?<br \/>Er kann auch mal einen Woody-Allen-Film sehen.<br \/>Ist doch klar!<br \/>Er mag Krimis.<br \/>Die gefallen ihr nicht so.<br \/>Aber es gibt auch intelligente Krimis, das stimmt schon.<br \/>Alles eine Frage der Toleranz.<br \/>Diese Unterschiede sind kein Problem, im Gegenteil: Man hat ein Thema f\u00fcr ein gutes Gespr\u00e4ch, f\u00fcr eine interessante Diskussion.<br \/>Auch mit den Berufen ist das so: Er ist Lehrer am Gymnasium und hat immer lustige Anekdoten aus der Schule.<br \/>Sie ist Journalistin und trifft oft interessante und wichtige Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur.<br \/>Manche Unterschiede sind sogar komplement\u00e4r.<br \/>Er kommt fr\u00fch nach Hause und kocht gerne.<br \/>Sie kommt sp\u00e4ter und sp\u00fclt gerne ab.<br \/>Aber sie hasst B\u00fcgeln, und ihm macht B\u00fcgeln richtig Spa\u00df.<br \/>Fantastisch, oder?<br \/>Zum Putzen haben beide keine Zeit, aber da kann ja eine Putzfrau kommen.<br \/>Ganz einfach!<br \/>Auch ihre St\u00e4rken sind komplement\u00e4r, sie erg\u00e4nzen sich wirklich super.<br \/>Sie ist Informatikexpertin, er ist bei Computern immer noch ein totaler Anf\u00e4nger.<br \/>Aber er kann Regale zusammenbauen und Fahrr\u00e4der reparieren, und da hat sie zwei linke H\u00e4nde.<br \/>Also wirklich: wie Yin und Yang, die beiden!<br \/>Sie denken sogar synchron, das ist fast wie Telepathie.<br \/>Sie sitzt manchmal im Auto und denkt: Sicher wartet er schon irgendwo auf mich.<br \/>Und er liegt in diesem Moment auf dem Sofa im Wohnzimmer und fragt sich: Wann kommt sie endlich?<br \/>Nat\u00fcrlich gibt es auch andere Unterschiede.<br \/>Nicht so komplement\u00e4r, aber auch kein Problem.<br \/>Jeder hat seine Freiheiten und das ist gut so.<br \/>Montags spielt er mit seinen Kollegen Volleyball, sie macht einen Yoga-Kurs.<br \/>Mittwochs trifft sie meistens ihre Freundinnen, er bleibt zu Hause und liest oder sieht fern.<br \/>Im Kaufhaus geht sie sofort zur Mode und er zu den B\u00fcchern.<br \/>Sie mag Schuhgesch\u00e4fte, ihn machen diese L\u00e4den nerv\u00f6s.<br \/>Aber sie kann ja gut alleine Schuhe kaufen.<br \/>Am Wochenende f\u00e4hrt sie manchmal zu ihrer Mutter und er besucht seine Eltern.<br \/>Aber oft fahren sie beide in die Berge: im Sommer wandern, im Winter Ski fahren.<br \/>Was f\u00fcr eine Harmonie, nicht wahr?<br \/>Absolut ideal.<br \/>Und es gibt noch mehr Parallelen.<\/p>\n<p>Was?<br \/>Noch mehr?<br \/>Nun, beide wohnen in M\u00fcnchen.<br \/>Und beide sind Singles.<br \/>Sie kennen sich<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Ja, das gibt es noch.<\/td><td>\u0414\u0430 \u0442\u0430\u043a\u043e\u0435 \u0435\u0449\u0435 \u0441\u0443\u0449\u0435\u0441\u0442\u0432\u0443\u0435\u0442.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Idealpaar.<br>Also, Meike und Torsten, die zwei \u2026 einfach ideal! <strong>Ja, das gibt es noch<\/strong>.  Wie sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ihre Hobbys, ihre Interessen, fast identisch. Beide reisen gern,<br>beide sind Naturfreunde, und beide gehen gerne aus: ins Kino,<br>ins Konzert, ins Restaurant.<br>Er liebt italienisches Essen, sie auch. Beide interessieren Sich f\u00fcr<br>moderne Kunst. Sie mag Picasso. Er auch. So viel <strong>gemeinsam<\/strong>!<br><strong>Einfach perfekt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Nat\u00fcrlich gibt es auch Unterschiede. Aber das macht ja nichts.<br>Das ist absolut normal.<br>Sie liebt Woody Allen. Er findet ihn ein bisschen neurotisch. Na<br>und? Er kann auch mal einen Woody-Allen-Film sehen. Ist<br>doch klar!<br>Er mag Krimis. Die gefallen ihr nicht so. Aber es gibt auch<br>intelligente Krimis, das stimmt schon.<br>Alles eine Frage der Toleranz. Diese <strong>Unterschiede<\/strong> sind kein<br>Problem, im Gegenteil: Man hat ein Thema f\u00fcr ein gutes<br>Gespr\u00e4ch, f\u00fcr eine interessante Diskussion.<br>Auch mit den Berufen ist das so: Er ist Lehrer am Gymnasium<br>und hat immer lustige Anekdoten aus der Schule. Sie ist<br>Journalistin und trifft oft interessante und wichtige<br>Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur.<br><br>Manche <strong>Unterschiede<\/strong> sind sogar komplement\u00e4r.<br>Er kommt fr\u00fch nach Hause und kocht gerne. Sie kommt sp\u00e4ter<br>und sp\u00fclt gerne ab. Aber sie hasst B\u00fcgeln, und ihm macht<br>B\u00fcgeln richtig Spa\u00df. Fantastisch, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Seite-5<\/p>\n\n\n\n<p><br>Zum <strong>Putzen <\/strong>haben beide keine Zeit, aber da kann ja eine<br><strong>Putzfrau <\/strong>kommen. <strong>Ganz einfach<\/strong>!<br><strong>Auch ihre St\u00e4rken sind komplement\u00e4r<\/strong>, Sie erg\u00e4nzen Sich<br>wirklich super. Sie ist Informatikexpertin, er ist bei Computern<br>immer noch <strong>ein totaler Anf\u00e4nger<\/strong>. Aber er kann Regale<br>zusammenbauen und Fahrr\u00e4der reparieren, und da hat sie zwei<br>linke <strong>H\u00e4nde<\/strong>.<br>Also wirklich: wie Yin und Yang, die <strong>beiden<\/strong>!<br>Sie denken <strong>sogar synchron<\/strong>, das ist fast wie Telepathie. Sie sitzt<br><strong>manchmal<\/strong> im Auto und denkt: <strong>Sicher wartet er schon irgendwo auf mich<\/strong>.<br>Und er liegt in diesem Moment auf dem Sofa im Wohnzimmer<br>und fragt sich: <strong>Wann kommt Sie endlich<\/strong>?<br>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br>Nat\u00fcrlich gibt es auch andere <strong>Unterschiede<\/strong>. Nicht so<br>komplement\u00e4r, aber auch kein Problem. Jeder hat seine<br>Freiheiten und das ist gut so.<br>Montags spielt er mit seinen Kollegen Volleyball, sie macht<br>einen Yoga-Kurs. Mittwochs trifft sie meistens ihre<br>Freundinnen, er bleibt zu Hause und liest Oder sieht fern.<br>1m Kaufhaus geht sie sofort zur Mode und er zu den B\u00fcchern.<br>Sie mag Schuhgesch\u00e4fte, ihn machen diese L\u00e4den nerv\u00f6s. Aber<br>Sie kann ja gut alleine Schuhe kaufen.<br>Am Wochenende f\u00e4hrt sie manchmal zu ihrer Mutter und er<br>besucht seine Eltern. Aber oft fahren sie beide in die Berge: im<br>Sommer wandern, im Winter Ski fahren.<br><br>Was fur eine Harmonie, nicht wahr? Absolut ideal.<br>Und es gibt noch mehr Parallelen \u2026 Was? Noch mehr?<br>Nun, beide wohnen in M\u00fcnchen.<br><br>Und beide sind Singles.<br>Sie kennen Sich nicht.<br>Wie schade!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Haus ist dein Haus<br>Wir waren in den Ferien in Marokko. Marokko ist<br>wundersch\u00f6n! Und die Leute sind so nett. Und so<br>gastfreundlich. <strong>Wirklich <\/strong>toll! Du gehst durch die Stra\u00dfen, sie<br>sehen dich und gr\u00fc\u00dfen, und schon beginnt ein Gespr\u00e4ch:<br>,Woher kommen Sie? Wie finden Sie unsere Stadt?&#8217;<br>Viele sprechen Englisch oder Franz\u00f6sisch und manche auch<br>Deutsch. Die Kommunikation ist kein Problem. Immer wollen<br>sie helfen. Sie erkl\u00e4ren dir gerne den Weg, oft kommen sie auch<br>mit und Rigen dir etwas: den Markt, die Moschee, das Stadttor.<br>Und dann laden sie dich ein: nach Hause, zu einem Tee oder<br>einem Essen. Sie stellen dir ihre Familie vor und du kannst<br>gerne Fotos machen.<br>Also <strong>wirklich<\/strong>, das ist Reisen! Faszinierend und so authentisch!<br>Das Essen ist f\u00fcr uns nat\u00fcrlich sehr exotisch. So scharfl Aber<br>man muss es mal probieren. Und dann schenken sie dir auch<br>noch etwas: Souvenirs aus Marokko, eine Tasche, ein Tuch,<br>einen Teller. Du musst nichts mehr kaufen.<br>Das ist wirklich unglaublich: Sie sind so arm, aber sie geben<br>und schenken alles und wollen nichts.<br>Du willst sie einladen, bezahlen, aber das akzeptieren sie nicht.<br>&#171;Du bist unser Gast, mein Haus ist dein Haus&#187;, das h\u00f6rt man die<br>ganze Zeit.<br><br>Jetzt sind wir wieder zu Hause. Wieder die Arbeit im B\u00fcro,<br>wieder der Alltag. Aber wir haben ja die Fotos. Einige h\u00e4ngen<br>im Wohnzimmer an der Wand. Der Teller steht auf dem<br>K\u00fcchentisch. Mit Obst. Und mit der Tasche gehen wir<br>manchmal einkaufen.<br>Unten im Haus wohnt \u00fcbrigens auch ein Marokkaner. <br>Schon ein paar Wochen, oder Monate. Alleine, ohne Familie.<br>Was macht er hier? Das wissen wir nicht.<br>Wir treffen ihn manchmal, im Korridor oder auf der Stra\u00dfe.<br>Auch er gr\u00fc\u00dft freundlich, auch er spricht wahrscheinlich ganz<br>gut Deutsch.<br>Aber er l\u00e4dt uns nie ein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fchst\u00fcck<\/h2>\n\n\n\n<p>Herr Posen steigt aus dem Lift und betritt die Hotelhalle. Ein<br>Blick zur Rezeption: Dort stehen schon einige G\u00e4ste. Schl\u00fcssel<br>in der Hand, Koffer auf dem Boden, bereit zur Abreise.<br>Herr Posen kommt n\u00e4her, sieht auf das Regal hinter der<br>Rezeption, wo die Schl\u00fcssel h\u00e4ngen und die Nachrichten<br>stecken.<br>Er schaut auf die Uhr, 8 Uhr 35, er hat noch gen\u00fcgend Zeit. Er<br>nimmt sich eine Zeitung von der Theke und geht in das<br>Hotelrestaurant. Dort wird das Fr\u00fchst\u00fcck serviert. Ein Buffet,<br>ein sehr gutes Buffet.<br>Er wei\u00df das, er ist \u00f6fter hier, ein- oder zweimal im Monat.<br>Er kennt auch andere Hotels in dieser Stadt. Alle nicht schlecht,<br>aber das \u201eAtrium&#8217; mag er besonders.<br>Warum? Ist es das noble Design? Nein, das ist normal f\u00fcr ein 4-<br>Sterne-Hotel. Auch das Publikum ist typisch: Gesch\u00e4ftsleute,<br>manchmal ein Filmteam oder Musiker, selten Touristen. Die<br>Lage ist gut, sehr zentral, aber so liegen viele Hotels hier.<br>Wahrscheinlich ist es wirklich das Fr\u00fchst\u00fcck. Einfach exzellent!<br>Er liebt dieses Ritual. Zuerst holt er sich ein Glas Orangensaft<br>und zwei Croissants und setzt sich an einen Tisch am Fenster.<br>Der Blick auf die Stra\u00dfe. Drau\u00dfen die gro\u00dfe Kreuzung, die<br>Tristesse eines Wintermorgens, der Stress, der L\u00e4rm, die Hektik.<br>Diese rastlose Menschenmenge, durch das Hotelfenster ganz<br>nah und doch so fern. Und hier drinnen, diese angenehme<br>W\u00e4rme und diese herrliche Ruhe. Wie gem\u00fctlich!<br>Herr Posen bei\u00dft in sein Croissant. Er wei\u00df, er ist privilegiert.<br><br>Die Serviererin kommt mit zwei Kannen in der Hand.<br>\u201eGuten Morgen! Kaffee? a, fragt sie l\u00e4chelnd.<br>\u201eJa, bitte&#187;, antwortet Herr Posen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>FR\u00dcHST\u00dcCK<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMit hei\u00dfer Milch?&#187;<br>\u201eSehr gerne, vielen Dank.&#187;<br>Er mag auch die H\u00f6flichkeit des Personals. Er findet die<br>Serviererinnen hier besonders freundlich, und diese<br>Freundlichkeit tut gut. Nat\u00fcrlich ist das ihr Job. Reine Routine.<br>Trotzdem ist Herr Posen dankbar. Diese Arbeit ist nicht<br>einfach. Manche G\u00e4ste benehmen sich unm\u00f6glich, nur weil sie<br>Kunden sind und ihre Firma viel bezahlt hat.<br>Herr Posen genie\u00dft das Fr\u00fchst\u00fcck. Jetzt noch etwas Salziges, ein<br>leckeres Br\u00f6tchen mit K\u00e4se, danach frisches Obst, dazu Joghurt<br>und etwas M\u00fcsli. Noch ein Kaffee, noch ein Orangensaft. Dazu<br>die Zeitung. Er liest einige Artikel und sieht sich die<br>Sportresultate an.<br>Die Serviererin kommt noch einmal, ohne Kannen.<br>\u201eEntschuldigen Sie&#187;, sagt sie mit ihrem wundersch\u00f6nen<br>L\u00e4cheln, \u201eIhre Zimmernummer noch, bitte.&#187;<br>Herr Posen faltet die Zeitung zusammen.<br>\u201e314&#8243;, l\u00e4chelt er zur\u00fcck, \u201e314.&#187;<br>Er legt die Zeitung auf den Tisch und sieht auf die Uhr. Viel<br>Zeit hat er nicht mehr. Er leert die Tasse, und kratzt den<br>Joghurtbecher aus. Dann sucht er in seiner Tasche. Zwei 50-<br>Cent-St\u00fccke. Er legt sie neben den Teller. Ein kleines Trinkgeld.<br><br>Er geht zur\u00fcck in die Hotelhalle, von dort nach drau\u00dfen.<br>Immerhin, die Sonne scheint jetzt. Auf der anderen<br>Stra\u00dfenseite sieht er noch einmal zur\u00fcck.<br>Wirklich ein sch\u00f6nes Hotel, das \u201eAtrium&#187;. Sein Lieblingshotel.<br>Das Fr\u00fchst\u00fcck, das Personal, der Blick aus dem Fenster. Alles<br>f\u00fcnf Sterne. \u00dcber die Zimmer kann er nichts sagen. Er hat hier<br>noch nie geschlafen. In drei, vier Wochen kommt er wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00f6hliche Studenten<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePause&#187;, sage ich, \u201ezwanzig Minuten.\u00ab<br>\u201eSo kurz?&#187; protestiert meine Klasse, \u201eeine halbe Stunde, bitte,<br>\u201eAlso gut, bis Viertel vor sieben, aber dann p\u00fcnktlich, wir<br>haben noch viel vor.&#187;<br><br>\u201eDanke, sehr nett&#187;, h\u00f6re ich sie sagen und schon sind sie weg.<br>Ich bin gar nicht nett, nur ich kann die halbe Stunde auch<br>gut brauchen. Der Unterricht ist anstrengend. Alle sind m\u00fcde,<br>ich auch. Endlich Pause! Dieser Sprachkurs ist wirklich stressig.<br>Sommerintensivkurs. Jeden Tag vier Stunden Deutsch. Hart f\u00fcr<br>die Studenten, aber auch f\u00fcr den Lehrer. Vier Stunden<br>Programm, effektiv und attraktiv, und mit viel Variation, bitte<br>sch\u00f6n. T\u00e4glich ein bunter Nachmittag, eine kleine Show mit<br>Spiel und Spa\u00df, das wollen die Studenten.<br>Meine Damen und Herren, ich pr\u00e4sentiere Ihnen heute \u2026 das<br>Perfekt!<br>Akkusativ als Aperitif, die Inversion als Event. Aber tut mir leid,<br>nicht alles kann Abenteuer sein, es gibt auch Arbeit. So ist das!<br>Heute ist es besonders schwierig. Alle sind kaputt, niemand<br>spricht, keiner hat Lust. Okay, es ist Freitag, fast Wochenende.<br>Und drau\u00dfen fast 30 Grad. Nicht das ideale Wetter f\u00fcr Deutsch.<br>Aber gibt es ein ideales Wetter f\u00fcr Deutsch? Muss es regnen<br>und kalt sein?<br><br>Na ja, egal, jetzt ist erst einmal Pause. Einen Kaffee und etwas<br>S\u00fc\u00dfes, Koffein und Kalorien, dann kann es weitergehen.<br>Ich gehe wie immer in die Cafeteria der Universit\u00e4t. Ich m\u00f6chte<br>alleine sein. Ich muss mich ausruhen. Aber manchmal kommt<br>ein Student und fragt mich etwas. Das und das versteht er nicht.<br><br> Das habe ich gern! Im Unterricht kein Wort, aber jetzt in<br>der Pause kommen sie pl\u00f6tzlich. Aber nat\u00fcrlich antworte ich.<br>Eine kleine Privatstunde und schon ist die Pause weg. Also<br>verstecke ich mich meistens. Auf der Terrasse, hinter einer<br>Zeitung.<br><br>Ein Tisch ist noch frei, ich setze mich, ein Schluck Kaffee, ein<br>St\u00fcck Schokolade, das tut gut! Hinter mir sitzt eine ganze<br>Gruppe, sechs, sieben Leute. Aber nicht meine Klasse. Zum<br>Gl\u00fcck!<br><br>Auch ich will keinen langweiligen Unterricht. Kommunikativ,<br>interaktiv. Bitte sch\u00f6n, sehr gerne! Aber dann m\u00fcssen sie auch<br>mitmachen. Eine Show ist nur so gut wie ihr Publikum. Und<br>sie sind keine Anf\u00e4nger.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6re ein lautes Lachen hinter mir und drehe mich kurz um.<br>Die Gruppe am Nebentisch, ein fr\u00f6hliche Runde, das sieht und<br>h\u00f6rt man. Die haben richtig Spa\u00df, die lachen und quatschen<br>und am\u00fcsieren sich.<br>Wie sch\u00f6n, denke ich. Das gef\u00e4llt mir, so muss das sein. Warum<br>ist meine Klasse nicht so? Das sind doch auch junge Leute!<br>Ich verstehe einige Worte: Konzert, WG, Seminar, Stundenlohn<br>. Die Themen sind klar: die Uni, die Jobs, die Freizeit. Lustige<br>Anekdoten vom letzten Wochenende, gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr die<br>Semesterferien. Ach ja, das sch\u00f6ne Studentenleben!<br>Und dieser Kontrast! Zwischen ihnen und meiner Klasse! Wir<br>sprechen im Unterricht \u00fcber die gleichen Themen. Das hei\u00dft:<br>Ich spreche, meine Studenten sagen ja fast nichts. Gut, ich wei\u00df,<br>es ist eine andere Situation: Es ist Pause, sie reden in ihrer<br>Muttersprache, und es steht auch kein Lehrer vor ihnen. Das<br>stimmt schon. Ich will nicht ungerecht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Seite-19<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gemeinsam \u0422\u0443\u0442 \u0432\u044b\u0434\u0435\u043b\u0435\u043d\u044b \u0432\u0441\u0435 \u0441\u043b\u043e\u0432\u0430 \u043a\u043e\u0442\u043e\u0440\u044b\u0435 \u043d\u0443\u0436\u043d\u043e \u0443\u0447\u0438\u0442\u044c. (https:\/\/docs.google.com\/ ) Weil, Obwohl, &#8212; (Nebensatz) Deshalb, Trotzdem &#8212; (erster Platz) Buch &#171;Das Idealpaar&#187; So viel gemeinsam (\u043e\u0431\u0449\u0435\u0433\u043e)! Einfach (\u043f\u0440\u043e\u0441\u0442\u043e) perfekt., fast (\u043f\u043e\u0447\u0442\u0438) identisch.Nat\u00fcrlich gibt es auch Unterschiede (\u0440\u0430\u0437\u043b\u0438\u0447\u0438\u044f).Aber das macht (\u0438\u043b\u0438 Macht ?) ja nichts. \u041d\u043e \u044d\u0442\u043e \u043d\u0435 \u0438\u043c\u0435\u0435\u0442 \u0437\u043d\u0430\u0447\u0435\u043d\u0438\u044f (\u0432\u043b\u0430\u0441\u0442\u0438).das stimmt schon (\u044d\u0442\u043e \u043f\u0440\u0430\u0432\u0434\u0430 (\u043f\u0440\u0430\u0432\u0438\u043b\u044c\u043d\u043e))und&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/word.cbm.ua\/?p=7148\" rel=\"bookmark\">\u041f\u043e\u0434\u0440\u043e\u0431\u043d\u0435\u0435 &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">\u0410\u0443\u0434\u0438\u043e \u041a\u043d\u0438\u0433\u0430 \u043d\u0430 \u041d\u0435\u043c\u0435\u0446\u043a\u043e\u043c \u042f\u0437\u044b\u043a\u0435. -&#171;Idealpaar&#187; &#8212; !!! _ \u0423\u0447\u0438\u0442\u044c \u0441\u043b\u043e\u0432\u0430. 2024.<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-7148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-book-das-buch-"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7148"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10819,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7148\/revisions\/10819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/word.cbm.ua\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}